Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Deutschland ist ein sogenannter Sozialstaat. Das bedeutet, dass jedem staatliche Hilfe zugute kommt, der sie benötigt. Auch, wenn sich manchmal die Theorie von der Praxis unterscheidet, gibt es bei Zuschüssen für Wohnkosten klare Grenzen. Davon profitieren gerade junge Leute, die sich noch in der Ausbildung befinden, Geringverdiener oder Arbeitslose.

Wohngeld

Wohngeld ist unterteilt in den Miet- und den Lastenzuschuss. Dieser soll dazu dienen, Menschen und Familien ein bedarfsgerechtes Wohnen zu ermöglichen. Grundsätzlich kann also jede Person diesen Zuschuss beantragen. Dabei gibt es allgemein keine Altersgrenze oder eine Beschränkung auf die Größe der Immobilie. Empfänger von Arbeitslosengeld II, die bereits Kosten für Unterkunft und Heizung erstattet bekommen, sind allerdings nicht berechtigt, Wohngeld zu erhalten.

Der Mietzuschuss wird dabei gewährt, wenn man eine Wohnung oder ein Haus mietet, während der Lastenzuschuss auf Eigentümer zutrifft.

Ob der Antrag auf Wohngeld bewilligt wird, hängt davon ab, wie viele Mitglieder zum Haushalt gehören, wie hoch das zu berücksichtigende Gesamteinkommen ist. Außerdem sind Mieten und Lasten nur bis zu einer bestimmten Höhe zuschussfähig. Wie hoch diese Grenze ist, hängt von der jeweiligen Region ab. Dafür sind diese in Mietstufen unterteilt – je höher die Stufe, desto höher die Obergrenze.download-42

KdU (Kosten für Unterkunft und Heizung)

Um als ALG II-Empfänger seinen Anspruch auf Beihilfe bei Wohnkosten geltend zu machen, muss man beim regulären Hartz IV-Antrag die “Anlage KdU” (Kosten für Unterkunft und Heizung) ausfüllen und einreichen. Genau wie beim Wohngeld sind die Beträge von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Personen, die die KdU bekommen, haben keinen Anspruch auf Wohngeld.

Der Unterschied zum Wohngeld besteht darin, dass es hier eine Beschränkung der Wohnungsgröße gibt: Für eine Person ist eine Wohnfläche von bis zu 50 Quadratmetern vorgesehen, zu zweit hat man Anspruch auf 60 Quadratmeter. Mit Jeder weiteren Person steigt die maximale Größe um 15 Quadratmeter. Vorrangig sind jedoch die Kosten. Wenn eine größere Wohnung noch unter der Kostenobergrenze liegt, dann wird der Antrag nur selten abgelehnt.