Wie vermiete ich Objekte am besten?

Neben der alltäglichen Arbeit im Hauptberuf ist es für viele Menschen interessant, Wohneigentum zu vermieten. Einerseits sichert man sich dadurch monatlich zusätzliche Einkünfte, andererseits ist jedoch viel Arbeit damit verbunden. Hat man eine geeignete Immobilie gefunden, dann kann es passieren, dass vorher Renovierungen getätigt werden müssen. Deshalb ist es wichtig, vor dem Kauf einen Fachmann zur Besichtigung dabei zu haben. Dieser will zwar im Normalfall dafür bezahlt werden, jedoch kann man sich viel Geld durch die Beratung sparen.

Nachdem das Objekt bezugsfertig ist, sollte man darauf achten, ordentliche Mieter zu finden. Am besten ist es, bei Besichtigungen selbst anwesend zu sein, um sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Ist das nicht möglich, kann man auch den beauftragten Makler nach seiner Einschätzung fragen. Um sich finanziell abzusichern, sollte man unbedingt eine SCHUFA-Auskunft verlangen.download-41

Der Mietvertrag ist die nächste Hürde: Das Mietrecht ist sehr verzweigt. Deshalb sollte man sich ausführlich belesen oder sich sogar von einem Anwalt beraten lassen. Gerade die Instandhaltung von Objekten führt häufig zu Streit, da es unzählige Klauseln und Sonderfälle im Gesetzbuch gibt. Da gerade diese Maßnahmen schnell sehr kostspielig werden können, sollte man dafür eine Versicherung abschließen.

Es ist auch wichtig, zu wissen, dass die Einkünfte aus der Vermietung steuerlich relevant sind. Diese muss man in der Steuererklärung angeben. Aber als Vermieter hat man aufgrund der absetzbaren Werbungskosten großen Spielraum. Dazu zählen unter Anderem die Abschreibung des Gebäudes (also der Wertverlust), Aufwendungen für die Zinsen eines Darlehens, laufende Grundstückskosten und die Kosten für Renovierungen.

Jedoch gibt es noch Fälle, in denen das Finanzamt die Werbungskosten nicht anerkennt. Das passiert, wenn aus Werbungskosten Herstellungskosten werden. Diese steigern nämlich die Abschreibungen des Gebäudes. Werden Modernisierungsmaßnahmen innerhalb von drei Jahren nach Erwerb des Objektes durchgeführt, zählen sie zu den Herstellungskosten, sobald die Nettosumme (ohne Umsatzsteuer) höher ist, als 15 % der Anschaffungskosten. Deshalb sollte man immer aufpassen, wie viel man investiert, um steuerlich die größtmögliche Summe absetzen zu können.

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